Die Nachfrage institutioneller Investoren nach rechtssicheren, transparenten und investierbaren Onshore-Strukturen für bislang international oder grenzüberschreitend gehaltene Assets steigt stark an. „Die Regulierung, aber mehr noch das eigene Sicherheitsbedürfnis sorgen dafür, dass viele Institutionelle jetzt einen klaren Fokus auf etablierte europäische Rechtsrahmen setzen“, sagt Daniel Knoblach, Verwaltungsrat der Super Global Services SA. „Deshalb wird 2026 das Jahr der Transformation komplexer Asset-Set-ups in voll regulierte Vehikel innerhalb der Europäischen Union.“
Institutionelle Anleger – Versicherungen, Pensionskassen, Versorgungswerke und regulierte Asset-Manager – stehen zunehmend unter dem Druck, ihre Investments an verschärfte regulatorische, bilanzielle und Governance-bezogene Anforderungen anzupassen. „Viele bestehende Strukturen, insbesondere solche mit internationalem oder historisch gewachsenem Offshore-Hintergrund, erfüllen diese Anforderungen nur eingeschränkt oder mit einem erheblichen operativen Aufwand“, sagt Knoblach. „Wir beobachten seit geraumer Zeit eine klare Verschiebung der Investorenpräferenzen hin zu Onshore-Lösungen.“ Gefragt sind keine regulatorischen Grauzonen, sondern robuste, nachvollziehbare und revisionssichere Strukturen, die langfristig Bestand haben und institutionell skalierbar sind.
Dieser strategische Ansatz grenzt sich bewusst von klassischen Offshore-Modellen ab. „Ziel ist keine regulatorische Arbitrage, sondern die konsequente Nutzung bewährter EU-Rahmenwerke“, so Knoblach. Damit kann die wachsende Sensibilität institutioneller Investoren gegenüber Reputationsrisiken, steuerlicher Unsicherheit und regulatorischer Intransparenz aufgefangen werden. „Gerade am Standort Luxemburg, aber zunehmend auch in Irland sind dabei die Rahmenbedingungen ausgesprochen gut, um solche Produkte aufzubauen“, sagt Knoblach.
Im Mittelpunkt steht der Übergang internationaler oder grenzüberschreitender Asset-Strukturen in voll regulierte europäische Vehikel. „Hierbei kommen insbesondere Luxemburger Compartments sowie vergleichbare irische Strukturen zum Einsatz, die eine klare rechtliche und wirtschaftliche Trennung von Risiken und Vermögenswerten ermöglichen“, so Knoblach. Diese Trennung schafft Transparenz auf Ebene einzelner Investments und erleichtert sowohl das Risikomanagement als auch die Berichterstattung gegenüber Aufsichtsbehörden und Investoren.
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Ein wesentlicher Mehrwert dieser Strukturen liegt in ihrer Bank- und Depotfähigkeit sowie Revisionssicherheit. „Durch die Einbettung in anerkannte europäische Rechtsformen entstehen Produkte, die den Anforderungen von Kreditinstituten, Wirtschaftsprüfern und institutionellen Investmentkomitees entsprechen“, sagt Knoblach. Dies eröffnet zusätzliche Finanzierungsmöglichkeiten und erhöht die Liquidität sowie die strategische Flexibilität der Assets. Luxemburg und Irland gelten dabei nicht nur als regulatorisch stabile Jurisdiktionen, sondern verfügen auch über Reputation als Onshore-Standorte. „Diese Kombination aus Rechtssicherheit, Expertise und Marktakzeptanz ist für institutionelle Anleger ein entscheidender Faktor bei der Strukturierung und Allokation von Kapital“, so Knoblach.
Dabei sind die Lösungen nicht auf einzelne Assetklassen beschränkt. Sie ermöglichen die Einbindung von Sachwerten, kapitalmarktnahen Strategien sowie ausgewählten digitalen Anwendungen – innerhalb klar definierter regulatorischer Rahmen. „So lassen sich die Wünsche der Investoren umsetzen, die Portfolios zu diversifizieren, ohne dabei regulatorische oder operationelle Risiken einzugehen“, sagt Knoblach. „Die luxemburgischen genau wie die irischen Gesetze ermöglichen es, bestehende wie neue Anlageansätze in Strukturen zu schaffen, die mit bestehenden Governance-, Risiko- und Compliance-Systemen kompatibel sind.“
Für institutionelle Anleger bietet dieser Ansatz die Möglichkeit, bestehende Assets zukunftssicher aufzustellen. Angesichts der wachsenden Bedeutung transparenter Anlageberichterstattung ist zu erwarten, dass der Trend zu europäischen Onshore-Strukturen 2026 weiter an Dynamik gewinnt.