Aktiv verwaltete Zertifikate (Actively Managed Certificates, AMCs) haben sich von einem Randphänomen strukturierter Produkte zu einem zentralen Bestandteil der modernen Entwicklung von Anlagelösungen entwickelt. Einst galten sie als Nischenlösung, die hauptsächlich von den Private-Banking-Abteilungen genutzt wurde. Heute werden AMCs im Private Banking, in der Vermögensverwaltung, von Family Offices sowie in institutionellen Portfolios als flexible Alternative zu traditionellen Fondsstrukturen eingesetzt.
Dieser Bericht untersucht, wie AMCs heute in der Praxis eingesetzt werden und warum sie in verschiedenen Regionen und Kundensegmenten immer stärker an Bedeutung gewinnen. Basierend auf den Erkenntnissen von bis zu 20 Marktteilnehmern – darunter Emittenten, Strukturierungsplattformen, Vermögensverwalter, Privatbanken, Rechtsberater und Technologieanbieter – soll der Bericht uneinheitliche Definitionen überwinden und ein klareres Bild der AMC-Landschaft vermitteln.
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Neben den Chancen geht der Bericht auch auf die mit dem AMC-Format verbundenen Risiken ein. Das Emittentenkreditrisiko, Liquiditätsaspekte, Governance-Standards sowie die Stabilität und Ausgestaltung von SPV-Strukturen stehen zunehmend im Fokus von Regulierungsbehörden und Marktteilnehmern. Mit der fortschreitenden Institutionalisierung von AMCs rücken Fragen der Transparenz, Bewertung und des Lifecycle-Managements immer stärker in den Vordergrund.
Abschließend richtet der Bericht den Blick auf die nächste Entwicklungsphase. Fortschritte bei digitalen Emissionsplattformen, der Tokenisierung und Reporting-Technologien verändern die Art und Weise, wie AMCs aufgelegt und überwacht werden, während sich wandelnde Kundenanforderungen die Produktgestaltung kontinuierlich beeinflussen.
In ihrer Gesamtheit deuten diese Entwicklungen auf einen Markt hin, der längst nicht mehr im Schatten agiert, sondern sich zu einem etablierten und zunehmend bedeutenden Bestandteil des Ökosystems strukturierter Produkte entwickelt.
